Bad Langensalza

Inoffizielle Seite zur Stadt Bad Langensalza

Bad Langensalza ist ein Kurort im Thüringer Unstrut-Hainich-Kreis. Die Stadt im Thüringer Becken wird von der Salza durchflossen, einem kleinen Fluss, welcher unweit der Stadtgrenzen in die Unstrut mündet. Nach Mühlhausen ist Bad Langensalza die zweitgrößte Stadt im Landkreis Unstrut-Hainich. Die nächst größeren Städte sind Gotha und Mühlhausen, welche sich jeweils etwa zwanzig Kilometer entfernt in nördlicher und nordwestlicher Richtung befinden.

Neben der von historischen Mauern umschlossenen Altstadt verfügt Bad Langensalza nach Norden hin über ausgedehnte Wohn- und Gewerbegebiete. Durch die Stadtgebietsreform in den 1990er Jahren vergrößerte sich das Stadtgebiet weiter und reicht heute von der östlichen Unstrutseite bis zu den Waldgebieten im Nationalpark Hainich. Bad Langensalze besteht aus 13 Ortsteilen, zu denen, neben der Kernstadt, auch Aschara, Menningsleben oder Grumbach gehören. Der Fremdenverkehr hat in Bad Langensalza einen hohen Stellenwert. Neben der historischen Altstadt und dem Kurbetrieb stellen auch die zahlreichen Parks und Grünanlagen beliebte Anziehungsunkte für Touristen dar.

Bereits im 9. Jahrhundert tauchte in einem Verzeichnis des Klosters Hersfeld ein Ort mit Namen “Salzaha” auf. Ob es sich in dem unter Erzbischof Lullus von Mainz ausgestellten Text tatsächlich bereits um die Siedlung Salza handelt, bleibt in der Geschichte verborgen. Mit Sicherheit vom Dorf Salzaha die Rede ist dagegen 932 in einer Urkunde, welche einen Gütertausch zwischen Klosterabt Megingoz und König Heinrich I. schriftlich festhält.

Ludwig der Springer stiftete 1070 die Salzaer Liebfrauenkirche. Historisch von Bedeutung ist auch die Schlacht bei Nägelstedt und Homburg, in welcher das Heer Heinrich IV. über sächsisch-thüringische Armeen siegte. Im Jahre 1212 wurde die Dryburg von Kaiser Otto IV. belagert und nach kurzem Widerstand übergeben. Noch im selben Jahr sollen Salza durch den Kaiser die Stadtrechte zugesprochen worden sein. Ein Besitzerstreit zwischen dem Erzbischof von Mainz und dem Thüringer Landgraf Friedrich II. führte 1346 zur Zerstörung der Stadt. Zehn Jahre später wurde eine imposante Stadtbefestigung erbaut, welche über 30 Wachtürme und sieben Tore verfügte. Erstmals als Langensalza Erwähnung fand der Ort 1578. Ein Stadtbrand vernichtete 1711 große Teile der Altstadt und machte den barocken Wiederaufbau notwendig, welcher noch heute das Stadtbild prägt. Im Jahre 1811 stieß man auf Schwefelquellen und bereits ein Jahr später wurde das erste Schwefelbad eröffnet.

Während des II. Weltkrieges befand sich in Bad Langensalza ein KZ-Außenkommando, wo vorrangig Sinti und Roma Zwangsarbeit verrichten mussten. Im April 1945 wurde die Stadt von amerikanischen Truppen besetzt. Zwischen 1952 und 1994 fungierte Bad Langensalza als Kreisstadt. Ihren Status verlor sie durch die Zusammenlegung der Kreise Langensalza und Mühlhausen. Seit 1956 darf sich die Stadt Heilbad nennen. Als man 1996 auf Sole- und Mineralwasserquellen stieß, wurde das Angebot an Kur- und Erholungseinrichtgungen in Bad Langensalza stark erweitert. Seit 2002 schmückt sich der Ort mit dem Beinamen “Rosenstadt”. Diesem Titel wird Bad Langensalza durch den Rosengarten und ein Rosenmuseum gerecht.

Die Altstadt Bad Langensalzas zählt, mit ihren schmucken Bürgerhäusern, deren geschnitzte Portale und reich geschmückte Fassaden ins Auge fallen, zu den schönsten Stadtanlagen Thüringens. Das Bild am Marktplatz wird vom 1752 erbauten Rathaus und dem Marktbrunnen aus dem 16. Jahrhundert bestimmt. Von der mächtigen Stadtbefestigung blieben neun Türme und das Klagetor erhalten. Die historischen Wallanlagen wurden zum Großteil zu Parks und Gärten umgestaltet. Den sakralen Mittelpunkt Bad Langensalzas stellt die spätgotische Kirche St. Bonifatius dar, welche mit ihrem 81 Meter hohen Turm die Dächer der Stadt überragt. Für ihre reiche Ausstattung bekannt ist die im Jahre 1394 erbaute Bergkirche St. Stephan. Zu den bedeutendsten Bauten Bad Langensalzas zählt das Klopstockhaus in der Schlossstraße, welches an den Dichter des biblischen Epos “Messias” erinnert.

In der Altstadt erhebt sich Schloss Dryburg. Der einstige Witwensitz der Herzoginnen von Sachsen-Weißenfels entstand im 12. Jahrhundert und wurde mehrmals umbebaut. Sein heutiges Aussehen erhielt die Schlossanlage im 18. Jahrhundert, im Zug der barocken Neugestaltung der Stadt. Als Lustschloss Friederikes von Sachsen-Gotha-Altenburg ebenfalls im Barockstil erbaut wurde das Friederikenschlösschen, wo heute das Haus des Gastes mit wertvollen Informationen rund um den Tourismus in Bad Langensalza aufwartet. Der Kurbetrieb in Bad Langensalze konzentriert sich um die Friederiken Therme, welche mit einer Bade- und Saunalandschaft und vielfältigen Wellness-Anwendngen keine Wünsche offen lässt.

Als Schmuckstücke Bad Langensalzas gelten die liebevoll gestalteten Themengärten. Unweit der Kurpromenade sind mehr als 400 Rosenarten im Rosengarten heimisch. Allein 88 neue Sorten der edlen Blumen wurden in Bad Langensalza gezüchtet. Fernöstliches Flair empfängt die Besucher des Japanischen Gartens. Im Jahre 2006 wurde der Magnoliengarten eröffnet. Unweit des Kurgeländes erstreckt sich der Botanische Garten, welcher mit einem Sukkulentenhaus und einem alpinen Garten nicht nur Pflanzenfreunde zu begeistern weiß.